Hallo zusammen,
einen ganz schweren Rückschlag haben die zaghaften Reaktivierungsbemühungen für den Streckenabschnitt Unterbreizbach - Vacha am vergangen Freitag erlitten. Durch die heftigen Regenfälle und die gleichzeitige Schneeschmelze spülten die Wassermassen einen Teil des Bahndamms weg.
http://www.freies-wort.de/nachrichten/r ... 11,1319934
Ich zitiere den interessanten Teil des Artikels:
"Es kam wie ein Wasserfall runter"
Mit den Plusgraden kommt das Hochwasser: Im Wartburgkreis gilt seit gestern Alarmstufe 1. In Unterbreizbach hat das Tauwetter einen Erdrutsch ausgelöst, der eine Straße unpassierbar machte.
Unterbreizbach/Wartburgkreis - Die Verbindungsstraße zwischen Räsa und Unterbreizbach entlang der alten Gleisanlagen der ehemaligen Kalibahn ist von Schlammmassen überflutet worden und deshalb bis auf Weiteres gesperrt.
Straße weg
In der Nacht zum Freitag war die Freiwillige Feuerwehr Unterbreizbach wegen eines mit Schmelzwasser vollgelaufenen Grabens nach Räsa gerufen worden. Auf ihrer Fahrt dorthin hatten die Kameraden gegen
1 Uhr bemerkt, dass der Hang am Bahndamm auf einer Länge von 20 Metern eingestürzt war und sofort die Straße gesperrt.
Diesem Einsatz und der Tatsache, dass der Erdrutsch in der Nacht passierte, ist es nach Ansicht von Unterbreizbachs Bürgermeister Roland Ernst zu verdanken, dass niemandem etwas passiert ist: "Die Straße wird sehr stark genutzt, auch von Fußgängern", sagte er gestern, nachdem er sich ein Bild vom Unglücksort gemacht hatte. Inzwischen hatte sich der Erdrutsch auf eine Länge von 100 Metern ausgeweitet, von der Fahrbahn war in diesem Bereich nichts mehr zu erkennen. "Die Straße ist nun voller Schlammmassen - das sind sicherlich zirka 250 Kubikmeter - und Bäume sind auch mit runtergekommen vom Hang", schilderte der Bürgermeister. "Das Außengebietswasser ist zwischen den Feldern zusammengelaufen und kam wie ein Wasserfall runter. Es ist schon heftig."
Bevor die Straße geräumt werden kann, müsse nun zunächst geklärt werden, wer für die Schäden aufkommt - der Hang ist Eigentum der Deutschen Bahn, die Straße gehört der Gemeinde. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Arbeiten Anfang kommender Woche beginnen können. Zeitdruck besteht nicht: Statt der Verbindungsstraße die Landesstraße zwischen Räsa und Unterbreizbach zu nutzen, sei kein großer Umweg, deshalb sei das Aufheben der Sperrung nicht "ganz so dringlich", sagte der Bürgermeister. "Sehr ärgerlich" sei die Sache aber schon. Auch deshalb, weil man in der Gemeinde geglaubt hatte, die Probleme mit dem Außengebietswasser in diesem Bereich - früher waren immer wieder Gärten überflutet worden - habe man inzwischen im Griff, "aber nun hat das Wasser sich einen anderen Weg gesucht".
Wie hoch der Schaden ist, konnte der Bürgermeister gestern noch nicht sagen. Inwieweit Straßenlaternen oder Leitungen möglicherweise in Mitleidenschaft gezogen wurden, muss erst geprüft werden. "Zum Glück sind die Bahngleise und der Bahndamm nicht in Mitleidenschaft gezogen worden - zumindest auf den ersten Blick." Denn das wäre mit Blick darauf, dass K+S sich die Option offenhält, die eingleisige Strecke irgendwann wieder zu nutzen, fatal gewesen.
Ansonsten haben Tau- und Hochwasser aus Ulster und Räsa nach Auskunft des Bürgermeisters, abgesehen von einigen vollgelaufenen Kellern, gestern zunächst keine größeren Katastrophen in Unterbreizbach verursacht.
Eine kleine Anmerkung zum fett hervorgehobenen Teil sei mir gestattet, den anderen Weg hat sich das Wasser nicht ganz freiwillig gesucht. Im vergangenen Sommer wurden dort seitens der Gemeinde Änderungen an den Wasserableitungen vorgenommen. So ist es nicht ganz verwunderlich, dass in den fast 60 Jahren des Streckenbestehens keine vergleichbaren Vorfälle, trotz schwierigerer Wetterlagen, überliefert wurden...
Das ist allerdings nur meine ganz persönliche Meinung, ob was dran ist, oder nicht, sollen die Experten entscheiden.
Ich bin am Freitagnachmittag in strömendem Regen dort gewesen und hab mir mit der Kompaktknipse selbst ein Bild der Lage gemacht.
Man sieht oben die Gleisbettung, daneben geht´s teilweise kerzengrade runter. Von daher kann ich das Zitat, dass die Gleise nicht in Mitleidenschaft gezogen worden wären, nicht ganz nachvollziehen. Was Schienen und Schwellen angeht, mag das ja stimmen, aber...
Betrübte Grüße
Sven